Das Simulations-Imperium schlägt zurück

Dienstag,September 1, 2009

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Rangierbahnhof Simulator aka Rangier Simulator von UIG

Ihr erinnert euch bestimmt noch an meinen Post zum Trashlabel Publisher UIG und dessen Machwerke des schlechten Geschmacks!? Tja, kaum sind meine Worte in den Weiten des Interwebz verhallt, schon schlägt das dunkle Simulations-Imperium zu!! Gnadenlos wie die Jungs aus der Korova Milchbar lässt UIG nun seinen neuen oberbösen Zögling namens Rangier Simulator (btw:  im Titelbildschirm heißt das Game übrigens Rangierbahnhof Simulator) auf die in Angst und Schrecken vor weiteren Simulator-Missetaten flüchtende Gamer-Gemeinde los. Aber kein Schaden ohne Nutzen! Vielleicht auch im Rangierbahnhof Simulator? Däffnedly not! Die abgrundtiefe Abartigkeit des Titels zeigt bereits die frisch (v)erbrochene Demo.

Was sich hier unter der harmlosen Fassade eines Eisenbahn-Spielchens tarnt ist so übel wie ‘ne Nacht mit ‘nem selbstgepanschten Billig-Wodka aus ‘nem ukrainischen Hinterhof. Denn schon bald verlässt einen das Augenlicht und man muss reihern bis zur Bewusstlosigkeit. Und da wären wir auch schon bei der Spielbeschreibung: Der Einstieg ist so unterhaltsam wie ‘ne Steuererklärung. Man versteht im wahrsten Sinne nur Bahnhof. Da spielt der “RaSi” angeblich. Erkennen kann man das nicht, dafür müsste man die Optik, die schlimmer als Angela Merkel nach ‘ner Kneipenschlägerei aussieht, länger als drei Sekunden ohne Zucken im Blinddarm ertragen können.

Was man tun soll, erklärt eine noch hässlichere Texttafel (selbst Amöben können mit ihren Ausscheidungen schönere Bilder formen). Da sich die Entwickler ein Tutorial erspart haben (wahrscheinlich um die Entwicklungskosten nicht von 295 auf 312 Euro hochzutreiben), hat man natürlich keinen Plan wie das alles passieren soll. Die zahlreichen von einem vier Monate alten Kind mit Microsoft Paint gepixelten Buttons laden nicht gerade zum Draufklicken ein, ich hab’s aber trotzdem getan. Das Ergebnis: noch verwirrender!! Ey wtf, man sieht in Großaufnahme die Seite eines … tja … was eigentlich? Entweder stellt das bunte Irgendwas einen bemalten Holzklotz aus ‘ner Waldorfschule dar oder – mit viel Kreativität nach zwei, drei gerauchten Dübeln – sowas wie eine Lok. Aber vielleicht ist es auch nur ein fieser Grafikfehler, der mir mein zurückkehrendes Augenlicht rauben will.

Damit ihr mir glaubt, dass ich euch nicht verarsche – seht selbst (Augenbinde empfohlen!!!):

Nach ein paar völlig unkoordinierten Klicks ist nicht nur mein Killerspiele-gestählter Dauerfeuer-Finger völlig wund, sondern es bewegt sich auch mal was auf meinem TFT, der aufgrund der optischen Beleidigung durch den “RaSi” das Flimmern angefangen hat (oder gehört das so?). Was da genau vor sich hinruckelt, kann man aufgrund der 3D-”Grafik” auf Toilettenkritzeleien-Niveau nicht erkennen. Will ich eigentlich auch gar nicht wissen, jede Körperfunktion ist bei mir mittlerweile auf Standby gegangen. Die grausamten dreißig Sekunden seit meiner Geburt müssen ein Ende finden! Der Ausschalter meines PCs ist schneller gefunden als ich “Gebt mir einen Gnadenschuss” schreien kann.

Fazit: ICH WILL STERBEN!!1!

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3 Kommentare:

Uschi:

Zum Game empfiehlst du also “Moloko Plus” und ich solls mit meinen “droogs” zocken? könnte gefährlich ausgehen!

;) cheers

mimbee:

So lange du danach nicht zum Tollschocken losziehst, kannst du das Game mit Alex und seinen Freunden ruhig ein bisschen zu Ludwig Van zocken.

Lukas:

lol, DAS nenn ich mal ein Game.

Dein Senf: