Spielt ihr noch, oder seid ihr schon süchtig?

Mittwoch,Oktober 28, 2009

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Na, heute schon raiden gewesen? Oder countern? Na kommt schon, gebt’s zu! Seid ihr außerdem noch männlich, in der Schule und habt noch kein Abi? Dann, meine lieben jungen Herren, seid ihr süchtig! Jetzt denkt ihr sicher “Alter, was laberst du für ein Blech?” Und wisst ihr was? Mir ging’s genauso, als ich die neuesten Studienergebnisse von Christian Pfeiffer gesehen hab!! Denn der sagt: 34.000 Jungs sind süchtig in Deutschland. Ich mein, dass er übermäßigen Medienkonsum dafür verantwortlich macht, dass ihr “dick, krank, dumm und unglücklich” seid, ist ja schon bekannt. Aber nun kommt’s noch dicker (und dümmer und kranker und unglücklicher!), denn Games sind schuld dran, dass ihr in der Schule abkackt (nein, nicht bildlich gemeint) und die binomischen Formeln für ein neues Biermisch-Szenegetränk haltet. Sagt die KFN-Crew vom Chrisu und Bayerns Lehrer machen gleich mal ne Initiative gegen Spiele. Da staunt ihr, was? Aber für den Chrisu ist das alles klar: Wer gern raidet, vernachlässigt die Penne und drum machen mehr Mädels Abitur als Jungs. Und die Kinder bringt der Storch und wer böse war, kriegt nix vom Nikolaus (außer auf’s Maul). Also echt, was soll man dazu noch sagen?

Vielleicht, dass man dem Chrisu nicht alles glauben sollte. Hat er in der Vergangenheit ja schon öfter bewiesen, als er gegen die USK, BPB und überhaupt jeden geschossen hat, der irgendwie was anderes mit Games macht als verbieten, brandmarken, anprangern, ächten oder für schlecht befindet. Hehe, überhaupt mal: Der Typ schießt so viel gegen alle möglichen, da wird selbst in Getriebe des Krieges, Modern Warfare und Max Payne weniger Muni durch die Läufe gejagt! Also: Wie soll man so einem glauben? Vielleicht gar nicht. Einfach mal drüber lachen und nicht aufregen. Sondern stattdessen eine Runde raiden vor dem Matheunterricht. Denn: Die postiven Effekte von Games sind schon zigfach beschrieben worden. Nur der Chrisu hat davon wohl noch nix gehört oder hören wollen. Gleiches gilt wohl für’s Thema “wissenschaftliches Arbeiten”. Denn da lernt man, dass einseitige Rückschlüsse (also beispielsweise: zu viel Spielen macht schlau, attraktiv, reich und berühmt) gar nicht cool sind. Sagt mir zumindest Uschi und die ist ja neben ihrer Praktikantinnentätigkeit unter meinem Schreibtisch in meiner Redaktion auch noch Studentin, also muss sie das wissen. Und mal ehrlich: Wenn ihr die mit dem Chrisu vergleicht, wem glaubt man da allein schon rein optisch betrachtet mehr? Ebend.

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